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SportschützenChronik der Schießsportabteilung Leider können wir erst ab 1939 aufgrund von Unterlagen nachweisen, dass wettkampfmäßig geschossen und an der Kreismeisterschaft teilgenommen wurde. Eine Unterlage aus dem Jahr 1939 besagt, dass der Schützenverein mit der Mannschaft in diesem Jahr den 5. Platz in der Wettkampfklasse A belegte. Es wurde nach den Regeln des Deutschen Schützenbundes geschossen, deren Mitglied der Schützenverein schon damals war. Ein weiterer Beleg ist die Vereinsmeisterschaft von 1939 aus der wir ersehen können, dass 19 Schützenkameraden hieran teilgenommen haben. Unser damaliges Ehrenmitglied Johann Stocks wurde mit 173 Ringen Vereinsmeister. Auch 1940 fand eine Vereinsmeisterschaft statt. Hier konnte unser langjähriges Mitglied Reinhold Sabel den 1. Platz erringen. Bedingt durch den 2. Weltkrieg folgte dann eine langjährige Unterbrechung. Im Jahre 1950 gelang es dann acht Schützenkameraden die alte Tradition des Schützensportes wieder aufzunehmen. Damals stand nur 1 Gewehr zur Verfügung. Die Umstände waren nicht einfach, aber es wurde mit viel Eifer trainiert. Nach langen Verhandlungen mit der Besatzungsmacht konnte dann ab 1953 wieder wettkampfmäßig mit dem Luftgewehr geschossen werden. Willi Wiater konnte so wunderbar Lieder umdichten. So machte er es auch mit dem Lied: Und das lautete dann so: Acht Jungens sind im Schießverein, Eugen Meiendresch, Hans Schmitz und Hermann Peters
Zunächst wurde in dem kleinen Saal der Gaststätte Stocks geschossen. Nachdem die Regeln des Deutschen Schützenbundes immer schärfer ausgelegt und überprüft wurden, musste eine neue Möglichkeit gesucht werden. Mit großem Dank nahmen die Schützen das Angebot der Gaststätte Schwarzen Pfuhl an, den Saal im Obergeschoß als Schießstand zu nutzen. Viele Jahre wurde dort dann der Schießbetrieb weitergeführt. Als durch Umbaumaßnahmen auch hier keine Möglichkeit mehr bestand den Schießsport auszuführen, machte unser Mitglied Johann Stocks den Vorschlag, den Dachboden über seiner Schreinerei nebst der alten Backstube im Erdgeschoß umzubauen und als Schießstand zu nutzen. Durch viele Arbeitsstunden und Materialspenden der Mitglieder entstand so unser neuer Schießstand. Maßgeblich daran beteiligt war unser langjähriges Mitglied Mathias Optendrenk. Im Herbst 1970 konnte dann der Schießbetrieb dort aufgenommen werden. Größere Umbaumaßnahmen erfolgten 1980/81 mit einer Wand- und Deckenverkleidung aus Holz. Der Fußboden wurde mit Fliesen ausgelegt. Etwa in dieser Zeit wurde dann auch eine automatische Scheibenzuganlage eingebaut. Im Jahre 1983 wurde dann die offizielle Einweihung des Schießstandes gefeiert. In all den Jahren wurde regelmäßig an den Kreis- und Bezirksmeisterschaften teilgenommen. Hierbei konnten in allen Klassen, ob Jugend, Junioren, Schützen- oder Altersklassen immer wieder vordere Platzierungen erreicht werden. Sehr häufig qualifizierten sich auch einige Schützen für die Landesmeisterschaft u. a. in Bad Kreuznach und in Moers. Teilweise waren bis zu 3 Mannschaften bei den Rundenwettkämpfen gemeldet. Ein Glanzstück des Schießsportes war sicherlich die 1. Mannschaft der Schießsportabteilung, die gerade in den 80er und 90er Jahren in der Landesklasse ihre Wettkämpfe bestreiten durfte und dort mit Ergebnissen von 370 bis 380 Ringe pro Schütze Bestleistungen erzielte. Herausragendes wurde auch auf auf Kreis- und Bezirksebene geleistet: Über allem sportlichen Ehrgeiz der einzelnen Schützen hinweg, wurde die Jugendarbeit nie vergessen. Es wurde immer versucht die jungen Menschen in unserem Verein an den Schießsport heranzuführen. Zu erwähnen sind die Jugendwarte Mathias Mackes und Hermann Peters, die hier sehr viel ihrer Freizeit geopfert haben. Auch in den Folgejahren gab es immer wieder Kameraden, die sich besonders um die Jugend bemüht haben. Seit einigen Jahren gibt es jetzt auch Damen, die den Schießsport bei uns ausüben und die Fröhlichkeit und Kameradschaft in diesem Kreis genießen. Die erste uns bekannte Vereinsmeisterkette wurde 1955 angeschafft und Franz Lützler als Vereinsmeister geehrt. Bis zum Jahre 2000 wurde diese Kette voller Stolz immer vom jeweiligen Vereinsmeister zum Schützenfest in Klein-Jerusalem getragen. Auf der letzten noch verbliebenen Medaille konnte sich Hans Faßbender als Meister eintragen. Etwas Besonderes schaffte von 1970 bis 2000 unser Mitglied Heinz Franke, der in dieser Zeit allein 18 mal den Vereinsmeistertitel erringen konnte.
Als Schießwart leitete Hans Schmitz zuerst diese Abteilung. Später fungierten als Leiter der Schießsportabteilung noch Hans Seib, Wolfgang Peter, Klaus Gebauer und Hans Faßbender. Vergessen wollen wir aber nicht, dass auch einer da sein muss, der sich um die Waffen kümmert, die Reparatur und Pflege übernimmt. Hier sei an dieser Stelle auch unserem Kameraden Hans Schinken gedankt, der dies seit vielen Jahren übernommen hat. Allen die den Schießsport in Klein - Jerusalem gefördert, unterstützt und zum Gelingen beigetragen haben, sei an dieser Stelle gedankt. Ein besonderer Dank gilt unserem leider viel zu früh verstorbenen Kameraden Heinz Franke für seine Leistungen im Schießsport aber auch für seinen persönlichen Einsatz für diese Abteilung und dem gesamten Schützenverein. Viele wichtige Namen könnte man hier noch nennen. Großartige Ergebnisse wären noch aufzuführen. Im nächsten Abschnitt werden Sie einiges davon noch lesen können – auch, dass die Schießgruppe neben allem Eifer zum Schießsport das Feiern nie vernachlässigt hat. Ich bin stolz darauf die Schießsportgruppe von 1985 bis 1996 als Leiter im Schützenverein vertreten zu haben. In dieser Zeit habe ich viele Freunde gewonnen und viel gelernt über den Schießsport, den Schützenverein und über die Arbeit in diesem Verein. Noch heute bin ich mit ganzem Herzen der Schießsportabteilung eng verbunden. Ich wünsche der Schießsportabteilung auch weiterhin große Erfolge, viel Spaß beim Sport und vor allem Kameradschaft und Freundschaft bei allen gemeinsamen Freizeitbeschäftigungen. |
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